Mit der Bahn auf Geschäftsreise – die wichtigsten Tipps

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Für Geschäftsreisende gibt es unterschiedliche Möglichkeiten ihr Ziel zu erreichen. Sehr häufig ist das Flugzeug das Mittel der Wahl. Doch gerade bei mittleren Entfernungen zwischen zwei Großstädten schätzen viele Geschäftsreisende die Bahn als Fortbewegungsmittel.

Zwar käme für diese Strecken mitunter auch das Auto in Frage, klarer Vorteil ist jedoch, dass man die Zeit auf einer Zugfahrt deutlich besser nutzen kann, sei es zur Arbeit am Laptop, einem kleinen Meeting mit Kollegen oder auch einem kurzen Moment der Entspannung vor anstrengenden Terminen.

Kein Fortbewegungsmittel kann Zuverlässigkeit garantieren

Beschwerden über die Zuverlässigkeit der Bahn wirken zwar in dem Moment berechtigt, in dem man selbst davon betroffen ist und man wird leicht dazu verleitet in das Klagelied einzustimmen. Doch eine Garantie für Pünktlichkeit gibt es auch bei anderen Fortbewegungsmitteln nicht.

Mit dem Auto steht man heute gefühlt häufiger im Stau als man fährt und das auch zu Zeiten fernab der Rush Hour, wo man eigentlich niemanden auf der Straße erwartet. Staus sind im Flugbetrieb zwar eher selten (obwohl, auch diese soll es geben), doch Vielflieger können ein Lied davon singen, dass Streiks der Piloten, der Flugbegleiter oder des Bodenpersonals einen ähnlichen Effekt auf das Vorankommen haben, wie ein Stau auf der Autobahn – irgendwann geht einfach nichts mehr.

In der Bahn lässt sich hier noch am meisten erledigen, so dass viele diese Art zu Geschäftsterminen zu reisen schätzen.

Das Büro auf der Schiene

Was taugt nun die Bahn als Büro auf Zeit? Der Klapptisch wird zum Schreibtisch, das Bord-WLAN wird zur Verbindung mit der Außenwelt. Und Strom gibt es, im Vergleich zur Autofahrt, auch. In ICEs hat jeder Sitz der ersten Klasse eine eigene Steckdose, die das Notebook am Leben hält, in der zweiten teilt man sich diese mit dem Sitznachbarn. Bei leichterer Bildschirmarbeit, z.B. dem Schreiben oder Bearbeiten von Texten oder E-Mails, funktioniert das ganz gut.

Auf die Plätze, fertig, los.

Gerade zu Zeiten wo viel in den Zügen los ist, macht eine Sitzplatzreservierung Sinn, sonst bangen Sie bei jedem Halt um Ihren Platz – keine gute Voraussetzung für ein ungestörtes, fokussiertes Arbeiten. Die Reservierung können Sie übrigens auch mit dem Mobiltelefon durchführen, falls Sie dies vorab einmal vergessen haben sollten. Bei der Platzwahl empfiehlt es sich im Falle von Großraum-Abteilen einen Platz im mittleren Bereich zu sichern. Zum einen ist der Abstand zu den Rädern größer, was Vibrationen und Geräusche verringert, zum anderen bekommen Sie weniger von den Ein- und Aussteigenden mit und den Geräuschen der öffnenden und schließenden Türen.

Mit Helfern zu mehr Ruhe und Konzentration

Auch wenn es auf typischen Pendlerstrecken etwas ruhiger zugeht als im öffentlichen Nahverkehr, so ist natürlich nicht auszuschließen, dass irgendwer doch in sein Handy brüllt und das ganze Abteil zuhören muss. Selbiges gilt für die Männer-Truppe, die zum gemeinsamen Junggesellenabschied anreist und laut grölend das Leben feiert.

Schlaue Geschäftsreisende sorgen vor, mit modernen Noise-Canceling-Kopfhörern und den richtigen Playlists schalten Sie die Umgebung auf stumm. Auch gibt es bestimmte Wagons, in denen die Insassen sich zur Ruhe verpflichten. Telefonieren und lautes Reden oder gar Musikhören ist hier nicht gestattet. Wer doch einen wichtigen Anruf tätigen will, muss das Abteil verlassen.

Die Tricks für mehr Komfort und Sicherheit

Wer die Ellenbogen-Fehde mit dem Sitznachbarn vermeiden möchte, sollte Ausschau nach Einzelsitzen halten. Diese findet man in der ersten Klasse.

Ansonsten geht es wie bei vielem um Kleinigkeiten, mit denen Sie Ihre Reise komfortabler und sicherer machen können. Achten Sie vorab auf die Wagenstandsanzeige. Gerade mit Gepäck gibt es nichts nervigeres, als sich durch den vollbesetzten Zug zu seinem Platz zu kämpfen.

Beim Thema Sicherheit gilt in der Bahn und an Bahnhöfen wie so oft: Seien Sie aufmerksam. Tragen Sie Gepäck und Wertgegenstände sicher bei sich und nehmen Sie letzteres zum Beispiel auch dann mit, wenn Sie zur Toilette gehen. Fakt ist nämlich, dass Diebstähle in Zügen in den letzten Jahren leider stark zunehmen. Hier sind professionelle Täter, meist in Gruppen, unterwegs und gut organisiert. Die Masche ist oft die gleiche. Einer oder mehrere Täter sorgen für Unruhe oder Ablenkung, die anderen greifen zu. Bis die Opfer etwas merken, ist der Zug meist schon wieder unterwegs.

Die Zukunft der Bahnreise

Interessant ist ein Blick in die Zukunft der Bahnreise. Hier ist mit etwas Fantasie ein starker Konkurrent im Anmarsch: Verschiedene Hersteller arbeiten an selbstfahrenden Autos und den passenden Mobilitätskonzepten dahinter. Diese könnten, gerade für längere Strecken außerhalb der Städte, zum „privaten Bahnwagon“ werden. Natürlich werden bis zur Marktreife noch Jahre vergehen und viele Fragen aufkommen, die es zu beantworten gibt. Dennoch wird sich auch die Bahnreise weiterentwickeln müssen, um auf lange Sicht weiterhin eine interessante Option für Geschäftsreisende zu bleiben.

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