Flughäfen sind Orte, an denen alles perfekt durchgeplant ist: Klar zugewiesene Check-In-Schalter, eindeutig markierte Gates für das Boarding sowie Sicherheitskontrollen, bei denen alles streng nach Protokoll und somit zügig abläuft.

Wer häufig mit dem Flugzeug reist, der wird beim Lesen dieser Zeilen vermutlich begonnen haben, den Kopf zu schütteln oder „schön wär’s“ zu murmeln. Denn so ambitioniert diese Ansprüche auch sind, in der Praxis gleicht der beschriebene Zustand zuletzt meist reinem Wunschdenken.

Dafür greifen zu viele Faktoren in die Kette von Flugreisen ein. Sowohl von Seiten des Flughafens als auch bei den Fluggesellschaften und nicht zuletzt bei den Reisenden selbst kann immer etwas Außerplanmäßiges passieren. Egal ob verpasste Anschlussflüge, geplatzte Meetings oder komplett gestrichene Geschäftsreisen – Problemfälle dieser Art sind lange keine Einzelfälle mehr.

Lesen Sie weiter, was an Flughäfen so alles schiefgehen kann und wie sie sich bestmöglich darauf einstellen können.

Reisepass vergessen, verloren oder abgelaufen – wie geht’s weiter?

Stellen Sie sich vor, Sie reisen ins Ausland und bei der Sicherheitskontrolle bemerken Sie, dass Sie Ihren Reisepass vergessen bzw. verloren haben. Für den Reisenden bedeutet dies Stress und Unklarheit, da oft nicht bekannt ist, ob die Reise ohne Pass planmäßig fortgeführt werden kann. Das Gleiche gilt, wenn der Reisepass abgelaufen ist.

Doch je nachdem, wie viel Zeit noch zur Verfügung steht und wohin der Flug geht, ist noch nicht alles verloren. So können Sie sich in fast allen deutschen Flughäfen einen so genannten „Reiseausweis als Passersatz“ ausstellen lassen. Voraussetzung dafür ist, dass Sie sich mit einem anderen Dokument ausweisen können.

Da der Ersatzausweis nicht in allen Zielländern gilt, sollten Sie sich im Fall der Fälle bei der Bundespolizei am Flughafen informieren, ob Ihnen die Ausstellung von Ersatzpapieren überhaupt hilft. Leider können Sie hier nur Hilfe für Reisen innerhalb des Schengen-Raums erwarten. Mehr Informationen von Seiten der Bundespolizei zur Beantragung von Ersatzpapieren finden Sie hier.

Gut zu wissen: Bemerken Sie das Fehlen des Reisepasses bereits vor der Abreise zuhause, können jedoch einen neuen Pass trotz Express-Antrag nicht rechtzeitig vom Meldeamt entgegennehmen, so besteht immerhin die Möglichkeit, das Ersatzdokument vorab online zu beantragen. So ersparen Sie sich vor Ort längere Wartezeiten und Unannehmlichkeiten.

Auch mit einem abgelaufenen Reisepass kann unter Umständen verreist werden, das gilt zumindest für folgende Länder: Belgien, Frankreich, Griechenland, Italien, Liechtenstein, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Portugal, Schweiz, Slowenien und Spanien.

Trotzdem sollten Sie es besser nicht darauf ankommen lassen. Eine kurze Erinnerung im Kalender oder E-Mail-Programm hilft, den neuen Reisepass rechtzeitig zu beantragen, sodass keine Lücke entsteht.

Sonderfall USA – bei einer Einreise in die USA hilft grundsätzlich kein Ersatzausweis, da dieser nicht die geforderten digitalen Daten wie Fingerabdrücke und Passbild enthält. Wird ein Pass-Verlust im Vorfeld bemerkt, kann hier allenfalls noch die Beantragung eines neuen Reisepasses im Eilverfahren helfen, damit die Reise stattfindet.

15 Minuten vor Boarding durch die Sicherheitskontrolle – die Zeiten sind vorbei

Wartezeiten an öffentlichen Orten wie Flughäfen sind nichts Besonderes. Allerdings kommt es immer häufiger zu Situationen, in denen sich die Wartezeiten extrem verlängern.

Neben Personalmangel können z. B. Streiks dafür verantwortlich sein. Außerdem werden in Zeiten von Terror die Sicherheitsmaßnahmen erweitert, sodass die Abfertigung einzelner Fluggäste grundsätzlich mehr Zeit in Anspruch nimmt.

Bestes Beispiel ist hier aktuell der Düsseldorfer Flughafen, wo Passagiere in langen Schlangen teils Stunden auf das Durchschreiten der Sicherheitskontrollen warten. Dabei kommt es immer häufiger zu brenzligen Situationen im Zusammenhang mit aufgebrachten Reisenden, oder jenen, die das stundenlange Warten körperlich an ihre Grenzen bringt. Nachdem die Situation sich über Tage nicht besserte, werden nun Beamte der Bundespolizei eingesetzt, um Sicherheitskontrollen durchzuführen. Gleichzeitig greifen diese in Einzelfällen ein, wenn Besucher versuchen, die Sicherheitskontrollen unerlaubt zu durchbrechen.

Das Problem ist, dass es nicht in der eigenen Macht liegt, die Wartezeit zu verkürzen. Dies ist sicherlich auch ein Grund dafür, dass die Situation sich derart zuspitzte.

Hier hilft im Grunde nur eines: Bringen Sie so viel Wartezeit wie möglich mit. Es ist klar, dass dies auf Geschäftsreisen nicht immer möglich ist. Doch wo immer Unternehmen mehr Puffer einplanen können, sollten sie dies tun. Einen Ausweg in Sachen Sicherheitskontrollen gibt es sowieso nicht. Daher sollte dieser Faktor in die Planung der Geschäftsreise stärker einbezogen werden. Denn unter Stress bzw. Zeitdruck sind Situationen wie diese noch viel schwerer zu ertragen.

Alles was Sie tun können, ist für Ablenkung zu sorgen, d. h. sich zum Beispiel etwas zu lesen mitzunehmen. Wer es leicht mag, wählt den E-Book-Reader statt eines Stapels Zeitschriften oder Bücher. Oder versuchen Sie, mit Musik etwas zu entspannen. Dabei helfen auch moderne Noise-Canceling-Kopfhörer, die den Umgebungslärm stark verringern.

Denken Sie zudem an ein kleines Getränk und einen energiereichen Snack für die Wartezeit. Auch wenn Sie die Reste nicht mit durch die Sicherheitskontrolle nehmen dürfen, geht Ihnen beim Warten nicht die Kraft aus.

Flug verpasst? Das können Sie tun.

Egal ob durch fehlende Dokumente oder Verzögerungen bei der Abfertigung – ist das Gate erst geschlossen und das Boarding somit offiziell beendet, geht der Flieger garantiert ohne Sie auf die Reise. Filmreife Szenen in denen Einzelpersonen den Flieger auf abenteuerliche Weise doch noch erreichen, gibt es in der Praxis nicht.

Im Falle eines Eigenverschuldens, z. B. durch einen vergessenen oder abgelaufenen Reisepass, hängen Ihre Optionen und mögliche Kosten für eine Umbuchung vom gewählten Tarif ab. Grundsätzlich sollten Sie sich umgehend zum Schalter der jeweiligen Fluggesellschaft begeben. Dort können Sie auf einen späteren Flug umbuchen. Unsere Kunden können sich in solchen Fällen direkt mit uns in Verbindung setzen und wir suchen die beste Alternative für den verpassten Flug. Das sorgt bei all dem Stress für etwas Entlastung.

Rechtsfragen: Wann gibt es für verpasste Flüge eine Entschädigung?

Flugpassagiere sind grundsätzlich selbst für ein rechtzeitiges Erscheinen verantwortlich. Rechtlich gesehen müssen somit auch längere Verzögerungen mit eingeplant werden. Dadurch gilt es auch dann als Eigenverschulden, wenn Ihr Flieger startet, während Sie noch in der Sicherheitskontrolle stecken.

Wurde ein Anschlussflug aufgrund von Fremdverschulden verpasst, z. B. weil ein vorheriger Flug sich verspätet hat, haben Sie in vielen Fällen das Recht auf kostenlose Umbuchung, wie auch auf eine Entschädigungszahlung. Dies gilt allerdings nicht für alle Flüge. Wenn Sie oft außerhalb der EU mit nicht in Europa ansässigen Airlines fliegen, sollten Sie die Regelungen und Ansprüche hier vorab genauestens prüfen. Im Zweifel gehen Sie hier nämlich leer aus.

Bei einem nicht angetretenen Flug haben Sie, unabhängig der Schuldfrage, Anspruch auf eine Auszahlung im Flugpreis enthaltener Steuern und Flughafengebühren.

Probleme lösen sich leichter mit einem Partner

Sie sehen, am Flughafen können einige Probleme auftreten. In den meisten Fällen sind Sie dann auf sich allein gestellt. Dies gilt nicht für Kunden von baldaja. Wir können Sie zwar nicht schneller durch die Sicherheitskontrollen bringen, doch wir bieten viele weitere Services, um Sie auf Ihrer Geschäftsreise zu unterstützen und zu entlasten. Sollten Sie zum Beispiel Ihren Flug verpassen, reicht ein kurzer Anruf und wir finden für Sie schnell eine passende Alternative!